Solar Anlage oder ETF was lohnt sich mehr?
Die Entscheidung, in erneuerbare Energien oder traditionelle Anlageinstrumente zu investieren, steht im Zentrum zahlreicher Überlegungen für Investoren auf der Suche nach Rendite und Nachhaltigkeit.
In diesem Investmentvergleich werfen wir einen genaueren Blick auf zwei vielversprechende Optionen: die Installation einer Photovoltaikanlage (PV) und den Erwerb von Exchange-Traded Funds (ETFs).
Während eine PV-Anlage den Fokus auf nachhaltige Energieerzeugung legt, repräsentieren ETFs einen breiten Korb von Finanzinstrumenten.
Diese beiden Investments unterscheiden sich nicht nur in ihrer Natur, sondern auch in den Renditeaussichten, den Risiken und den langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt. Durch eine eingehende Analyse wollen wir herausfinden, welches Investment die besten Perspektiven für renditeorientierte und nachhaltig orientierte Investoren bietet.
Die PV Anlage auf dem Dach…
Beginnen wir mit den Kosten die eine PV-Anlage verursacht wir gehen von einer 5kW-Peak Anlage aus ohne Speicher aber einer Montage durch einen Fachbetrieb. Hierbei entstehen durch Material und Arbeit eine Investition von ungefähr 8.250,00€. Bei den laufenden Kosten pro Monat wird mit circa 56,00€ pro kW-Peak gerechnet (jährliche Kosten 280,00€).
Der durchschnittliche Jahresertrag einer 5kWp PV Anlage entspricht circa 4550kW bei einer Annahme von 10,25 Cent Einspeisevergütung sind dies 466,38€ jährlich.
Damit ergibt sich eine gerechnete Amortisationszeit von 17,7 Jahren (mit der Vernachlässigung von Strombezug am Abend und Hauptverlagerung der Verbraucher (Waschmaschine, Geschirrspüler) in die Sonnenstunden des Tages. Auch sind die Jährlichen Kosten nicht zu vernachlässigen welche Versicherung, Stromzählerkosten & Reparaturrücklagen.
Wenn nun die jährlichen Fixkosten von der zu erwartenden Einspeisevergütung abgezogen wird bleiben 186,38€ übrig. Dies würde die Amortisationszeit auf über 44 Jahre hochtreiben. Somit ist ein wichtiger Punkt die PV-Anlagenkosten so gering wie möglich zu halten und auch den Preis mit vermehrter Eigenleistung zu drücken soweit es das handwerkliche Talent es zulässt.
Der Dividenden ETF im Depot…
Nun zum Vergleich mit einem ETF: Dividenden-ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, in einen breit gestreuten Korb von Aktien zu investieren. Nehmen wir an, Sie investieren dieselben 8.250 Euro in einen Dividenden-ETF mit einer jährlichen Rendite von 4% (nach Abzug von Kosten). Dies würde Ihnen 330 Euro jährlich einbringen.
Im Gegensatz zu einer Solaranlage gibt es keine zusätzlichen Kosten für Wartung oder Reparatur. Zudem bieten ETFs eine höhere Liquidität, d.h., Sie können jederzeit verkaufen und haben keinen langfristigen Kapitalbindungszwang wie bei einer PV-Anlage. Die Risiken sind jedoch abhängig von der Marktentwicklung und können zu Schwankungen im Portfolio führen.
Fazit: Was lohnt sich mehr?
Die Antwort hängt von Ihren Zielen ab:
- PV-Anlage: Für langfristige Investoren, die Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit schätzen, könnte sich eine Solaranlage lohnen – insbesondere, wenn der Eigenverbrauch berücksichtigt wird und Strompreise in Zukunft steigen.
- ETF: Wer mehr Flexibilität und möglicherweise schnellere Gewinne sucht, könnte mit einem Dividenden-ETF besser beraten sein. ETFs bieten sofortige Renditen, ohne dass hohe Wartungskosten anfallen.
Letztlich bieten beide Optionen unterschiedliche Vor- und Nachteile. Während die PV-Anlage sowohl einen ökologischen als auch finanziellen Vorteil bieten kann, könnten ETFs für Investoren mit höherer Liquidität und Risikobereitschaft attraktiver sein.
Beide Investments haben ihren Platz in einem ausgewogenen Portfolio. Die Wahl hängt von Ihren finanziellen Zielen, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Bereitschaft zu langfristigen Kapitalbindungen ab. So liebe Raketen jetzt müsst ihr euch entscheiden!!!


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