Falls du auf der Suche nach der „perfekten“ Anzahl an Aktien für dein Depot bist, bist du hier genau richtig – und, keine Sorge, das Ganze wird unterhaltsamer als eine Finanzvorlesung um 8 Uhr morgens.

Das Dilemma der Aktienanzahl: Diversifikation oder Desaster?
Als ich anfing, in Aktien zu investieren, stand ich vor einer grundlegenden Frage: Wie viele Aktien sind genug Aktien? Es gibt da draußen die Hardcore-Diversifikations-Profis, die sagen, dass man mindestens 30 Aktien braucht, um nicht schlaflose Nächte zu haben. Andere wiederum schwören auf eine kleine Handvoll Qualitätstitel. Und dann gibt es auch die Mutigen, die all-in auf eine einzige Aktie gehen. (Hoffentlich hast du das gerade nicht ernsthaft in Betracht gezogen!)
Eine breite Diversifikation wird oft empfohlen, um das Risiko zu streuen. Stell dir vor, du hast 20 verschiedene Unternehmen in deinem Depot. Wenn eins davon, sagen wir mal Börsenabsturz AG, plötzlich ins Bodenlose fällt, ist das nicht so schlimm – schließlich hast du noch 19 andere Aktien, die deine schmerzenden Verluste vielleicht etwas dämpfen. Aber was passiert, wenn du über die 30-Aktien-Grenze gehst?
Tja, ab da könnte es anstrengend werden. Mehr Aktien bedeuten mehr Arbeit. Jede einzelne Aktie zu analysieren, die Quartalsberichte zu lesen und Unternehmensnachrichten zu verfolgen, kann schnell zur Vollzeitbeschäftigung werden. Das geht bei mir so weit, dass ich mir schon eine Excel-Tabelle anlegen musste, nur um mir zu merken, wohin ich mein Geld eigentlich gepackt habe.
Der Überblick – oder auch das tägliche Börsenchaos
Es gibt diesen Moment, an dem man merkt, dass man zu viele Aktien im Depot hat: wenn man anfängt, sie durcheinanderzubringen. Bei mir fing das an, als ich Dividendenzahlungen bekam und mich fragte: „Moment mal, woher kommt die jetzt eigentlich?“
Wenn du, wie ich, keine Analysten-Armee hast, die täglich deine Aktien überwacht, könnte die optimale Aktienanzahl irgendwo zwischen 10 und 20 liegen. Das ist genug, um ein gewisses Maß an Sicherheit zu haben, aber nicht so viel, dass du jeden Tag drei Stunden mit Depotpflege verbringst.

Dividendenaktien: Lohnt sich der Dividendenregen?
Dividendenaktien sind mein persönlicher Favorit – wer liebt es nicht, regelmäßig ein bisschen Cash aufs Konto zu bekommen? Aber wie viele Dividendenaktien sollte man halten? Einerseits locken sie mit regelmäßigen Ausschüttungen, andererseits braucht man eine gewisse Menge an Kapital, um bei den Dividendenzahlungen ins Schwärmen zu geraten.
Nehmen wir an, du hast 15 Dividendenaktien im Depot – eine solide Mischung aus unterschiedlichen Branchen. Jeden Monat wandert eine kleine Ausschüttung auf dein Konto, und in deiner Fantasie schwimmt du wie Dagobert Duck im Dividenden-Pool. Tatsächlich ist die Realität aber oft ernüchternd. Am Anfang sind die Dividenden oft nur ein netter „Zusatzzahlungs-Kaffee“. Der richtige Dividendenregen kommt meist erst, wenn das Depot ein gewisses Volumen erreicht hat.
Und wenn du einmal anfängst, Dividendenaktien zu sammeln, gerätst du schnell in Versuchung, immer mehr und mehr hinzuzufügen. Schließlich zahlt Aktie A im März, Aktie B im Juni, und du denkst dir: „Warum nicht das ganze Jahr mit Dividenden abdecken?“ Voilà, dein Portfolio wächst weiter, und der Überblick wird schwerer.
Die Balance finden: Zwischen Lust und Last
Wenn du dir also ein Dividendendepot aufbaust, solltest du darauf achten, dass die Anzahl der Aktien überschaubar bleibt. Denn seien wir ehrlich: Den Überblick zu behalten wird mit jeder zusätzlichen Aktie schwieriger. Meist kommt dann noch der Gedanke, dass du am liebsten in unterschiedliche Sektoren investieren möchtest. Finanzwerte, Energie, Konsumgüter, Technologie, Gesundheit – jeder Bereich lockt mit einer eigenen Story und verführt uns, den eigenen Aktienbestand weiter auszubauen. Da kann man schon mal den Überblick verlieren!
Was hilft? Bei mir funktioniert eine kleine Regel: Ich bleibe bei rund 10 bis 25 Aktien und schaue, dass ich mindestens einmal im Quartal alles durchgehe, was in den Unternehmen passiert. So bleibt der Aufwand gering und ich vergesse nicht, was ich eigentlich im Depot habe.

Die „Goldene Mitte“ finden: Der beste Mix für dein Dividendendepot
Am Ende des Tages gibt es kein Patentrezept dafür, wie viele Aktien du in deinem Depot haben solltest – die perfekte Zahl hängt von deiner Strategie, deiner Zeit und deinem Anlagehorizont ab. Bei mir hat sich eine „goldene Mitte“ bewährt, also ein Mix aus 10 bis 20 gut ausgewählten Aktien. So habe ich genügend Diversifikation, um Risiken zu minimieren, ohne mich täglich im Dschungel der Aktienmärkte zu verlieren.
Die Quintessenz ist also, das richtige Maß zwischen Diversifikation und Übersicht zu finden und sich nicht in der Anzahl der Aktien zu verzetteln. Klar, ein großer Dividendenfluss ist verlockend, aber du möchtest ja auch sicherstellen, dass du den Überblick behältst und das Depot entspannt verwalten kannst.
In der Kürze liegt die Würze
Ich hoffe, du hattest Spaß beim Lesen und konntest ein paar hilfreiche Tipps mitnehmen. Egal ob du gerade erst startest oder schon eine Weile dabei bist – lass dich nicht zu sehr von der Anzahl deiner Aktien blenden. Bleib bei einem überschaubaren Portfolio, das du gut verwalten kannst, und freue dich über die kleinen Erfolge, die dir Dividendenaktien im Laufe der Zeit bringen.
Viel Erfolg beim Aufbau deines entspannten Dividendendepots!


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