Liebe RenditeRaketen, Politikinteressierte und alle, die neugierig auf den Einfluss von Macht und Märkten sind – herzlich willkommen! Heute tauchen wir ein in eine faszinierende Welt: die Verbindung zwischen der Politik eines US-Präsidenten und den Börsen. Was bedeutet Donald Trumps Politik für die Märkte in den USA und in Österreich? Welche Branchen profitieren, welche könnten leiden, und warum?
Donald Trump – Der „Business-Präsident“ und seine Wirtschaftspolitik
Ich erinnere mich noch gut an den Wahlkampf von Donald Trump im Jahr 2016. Sein Slogan „Make America Great Again“ war omnipräsent. Doch hinter dem Slogan verbarg sich ein wirtschaftspolitisches Programm, das die Märkte in den USA nachhaltig beeinflussen sollte.
Trumps Fokus auf Steuersenkungen, Deregulierung und protektionistische Maßnahmen wie Strafzölle war Balsam für einige Sektoren, während andere darunter litten. Doch wie wirkt sich das auf die Börsen in den USA und Österreich aus?
Rückblick – Die Börsenentwicklung während Trumps erster Amtszeit (2017-2021)
Bevor wir in die Zukunft blicken, werfen wir einen Blick zurück. Zwischen 2017 und 2021 erlebten die US-Börsen eine beeindruckende Rallye, die insbesondere durch folgende Faktoren angetrieben wurde:
- Steuersenkungen: Die Unternehmenssteuern wurden von 35 % auf 21 % gesenkt. Das erhöhte die Gewinne von Unternehmen und ließ die Aktienkurse steigen.
- Deregulierung: Trump lockerte Vorschriften in vielen Branchen, insbesondere im Energiesektor. Das förderte Wachstum, belastete aber Umweltschutzprojekte.
- Protektionismus: Handelskonflikte, vor allem mit China, schufen Unsicherheiten, die speziell den Technologiesektor belasteten.
Was heißt das für Österreich?
Die österreichischen Märkte, insbesondere der ATX (Austrian Traded Index), sind eng mit Europa und der globalen Wirtschaft verknüpft. Trumps Handelskonflikte und seine „America First“-Politik führten zu einer verhaltenen Stimmung bei exportorientierten Unternehmen in Österreich. Gleichzeitig profitierten aber einige Sektoren, wie die Industrie, durch die wachsende Nachfrage in den USA.

Was würde eine Rückkehr von Donald Trump bedeuten?
Angenommen, Donald Trump kehrt ins Weiße Haus zurück – was würde das für die Börsen bedeuten?
1. Stärkerer Protektionismus
Trumps Wirtschaftspolitik war immer darauf ausgerichtet, die heimische Industrie zu stärken. Das bedeutete höhere Zölle auf Importe und Handelsstreitigkeiten. Diese könnten:
- Negative Effekte auf exportorientierte Unternehmen in Österreich haben. Die USA sind ein wichtiger Handelspartner für die EU, und höhere Zölle könnten Exporteure wie voestalpine oder Andritz belasten.
- Positive Effekte auf US-Unternehmen haben, die durch die Zölle weniger Konkurrenz aus dem Ausland spüren würden.
2. Fokus auf fossile Energien
Trump ist ein Verfechter der fossilen Energien. Seine Rückkehr könnte:
- Einen Boom für Öl- und Gaskonzerne bedeuten. Unternehmen wie ExxonMobil oder Chevron dürften profitieren.
- Nachhaltige Unternehmen unter Druck setzen. Erneuerbare Energien könnten durch eine Rückkehr zu fossilen Brennstoffen an Dynamik verlieren.
3. Steuerpolitik
Es ist wahrscheinlich, dass Trump erneut Steuersenkungen ins Auge fasst, was:
- Positiv für US-Aktien sein könnte, da höhere Unternehmensgewinne oft steigende Aktienkurse bedeuten.
- Die österreichischen Märkte weniger direkt betrifft, außer durch sekundäre Effekte wie eine steigende Nachfrage nach österreichischen Produkten.

Gewinner und Verlierer – Welche Branchen profitieren, welche leiden?
Branchen, die profitieren könnten
- Energie (fossile Brennstoffe)
Trumps Unterstützung für Öl- und Gasunternehmen würde diese Branche boomen lassen. Das könnte aber auch zu höheren Ölpreisen führen, was der österreichischen OMV zugutekommen könnte. - Verteidigungsindustrie
Trump hat schon immer einen Fokus auf höhere Militärausgaben gelegt. Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin oder Boeing könnten erneut zu den Gewinnern zählen. - Finanzsektor
Deregulierungsmaßnahmen könnten Banken und Versicherungen stärken – auch österreichische Finanzunternehmen wie Erste Group könnten profitieren.
Branchen, die leiden könnten
- Technologie
Handelskonflikte, insbesondere mit China, könnten den Technologiesektor erneut belasten. Unternehmen wie Apple oder Microsoft könnten darunter leiden. - Erneuerbare Energien
Eine Rückkehr zu fossilen Energien könnte Investitionen in erneuerbare Energien erschweren. Europäische Anbieter wie Verbund AG könnten stagnieren. - Automobilindustrie
Höhere Zölle auf europäische Autos könnten Hersteller wie Volkswagen oder BMW belasten, was wiederum österreichische Zulieferer treffen würde.
Die österreichische Perspektive – Was heißt das konkret für den ATX?
Der österreichische Leitindex ATX ist stark abhängig von internationalen Entwicklungen. Folgende Szenarien könnten eintreten:
- Exportorientierte Unternehmen leiden: Wenn Handelskonflikte zunehmen, könnten Exporteure wie voestalpine oder Andritz unter Druck geraten.
- Finanzsektor könnte profitieren: Steigende Zinsen und eine deregulierte Finanzpolitik könnten Banken wie Raiffeisen oder Erste Group stärken.
- Öl- und Gasunternehmen gewinnen: OMV könnte durch eine Rückkehr zu fossilen Energien profitieren.

Trump, die Märkte und die Zukunft
Als Investor habe ich gelernt, dass Politik und Börsen eng miteinander verknüpft sind, aber auch, dass es wichtig ist, langfristig zu denken. Donald Trumps Politik mag kurzfristig Gewinner und Verlierer schaffen, doch langfristig setzen sich immer die Unternehmen durch, die innovativ und anpassungsfähig sind.
Für österreichische Anleger ist es entscheidend, die internationalen Entwicklungen im Auge zu behalten. Trumps Rückkehr ins Weiße Haus könnte Herausforderungen bringen, aber auch Chancen – vor allem für Sektoren wie Energie, Verteidigung und Finanzen.
Tipps für Anleger – Wie du von Trumps Politik profitieren könntest
- Diversifikation: Setze nicht nur auf US-Werte, sondern investiere breit gestreut, auch in europäische Märkte.
- Fokus auf Gewinnerbranchen: Energiewerte, Finanzwerte und Rüstungsunternehmen könnten besonders profitieren.
- Risiken im Auge behalten: Handelskonflikte und Zölle könnten einige Branchen stark belasten. Halte dich hier eher zurück.
- Langfristig denken: Politik beeinflusst die Märkte, aber Unternehmen, die sich anpassen, haben langfristig die Nase vorn.
Was denkst du? Wird Trumps mögliche Rückkehr ins Weiße Haus den Märkten Auftrieb geben oder neue Unsicherheiten schaffen? Schreib mir deine Meinung in die Kommentare – ich bin gespannt!


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